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ATI/AMD

FirePro

AMD FirePro Technology bezeichnet eine Serie professioneller 3D-Grafikkarten, welche für verschiedene Anwendungen aus den Bereichen CAD/CAM/CAE, Animation, Visualisierung, Simulation etc. zertifiziert sind. Für Spiele oder normale Officeanwendungen bringen diese Karten keinerlei Vorteile, obwohl sie auch Direct3D beherrschen. Eingeführt bereits im Jahr 2010, hat AMD im Juli 2012 mittlerweile die nächste Grafikkarten-Generation, die FirePro W-Serie, für den professionellen Einsatz eingeführt. Die stärkste Grafikkarte, die FirePro W9000 basiert z.B. auf dem extrem leistungsstarken AMD Tahiti XT Prozessor und einem Grafikspeicher von 6GB.

FirePro MV

Die FireMV-Serie wird für den Bereich professioneller 2D-Anwendungen (Bildbearbeitung, Multihead-Lösungen für Börse, Medizin etc.) angeboten und ist dabei vor allem für den Einsatz von mehreren Monitoren gedacht, was der Name FireMV (MultiView) auch verdeutlicht. Zusätzlich gewährt ATI für diese hochpreisigen Karten einen bevorzugten Support, um sich auf die Bedürfnisse von Unternehmen - beispielsweise im Finanzsektor - einzustellen. Die FireMV-Grafikkarten verfügen trotzdem über eine 3D-Beschleunigung, die ab der FireMV 2250 (basierend auf RV516) in etwa auf dem Niveau der Radeon X1550 liegt. Die Karten sind sowohl für PCI als auch für PCI-Express verfügbar und der Anschluss mehrerer Monitore wird über einen DMS-59 Anschluss realisiert. Somit kann man DVI-Monitore anschließen.

FireGL

Mit der FireGL Serie realisierte ATI als erster Hersteller industrieweit 2 GB Frame Buffer, exklusive AutoDetect-Software und Unified-Shader-Architektur für über 300 Prozent mehr 3D-Leistung. Im Jahr 2008 hat ATI die FirePro Linie als Nachfolge der FireGL eingeführt. Das GL in FireGL entlehnte sich aus dem Grafik-API OpenGL und soll den Bezug auf 3D-Beschleunigung herstellen. Im Bereich professioneller 2D-Anwendungen (Bildbearbeitung, Multihead-Lösungen für Börse, Medizin etc.) bietet ATI die FireMV-Varianten (MV = Multi View) an.

Fire Stream

Als Streamprozessor wird ein Koprozessor bezeichnet, der Datenströme (engl. stream) verarbeiten kann. AMD nennt diese Art der Datenverarbeitung „Stream Computing”. Die Verarbeitung zeichnet sich vor allem durch hohe Parallelisierung aus. Viele Anwendungen kommen aus dem Bereich des High Performance Computing (HPC): Öl- und Gasforschung, akademische Anwendungen und Videokonferenzen auf Unternehmensebene. Als Streamprozessor hatte ATI (inzwischen von AMD übernommen) zunächst einen Teil der X1x00 Serie vorgestellt. ATI Stream bezeichnet das GPGPU-Framework (General Purpose Computation on Graphics Processing Unit), bzw. die Umgebung, und zwar sowohl die Hard- als auch die Software. Das beinhaltet Anwendungsbeschleunigung außerhalb der normalen 3D-Beschleunigung oder der Hardware-Unterstützung bei der Video-Wiedergabe, oder auch z. B. Berechnungen zu technischen oder wirtschaftlichen Simulationen.